Home Navigationspfeil Statuten

Statuten des Burschenvereins Concordia 1894 Mitterteich

 

1. Name und Sitz des Vereins

§1

Der Verein f√§hrt den Namen BURSCHENVEREIN "CONCORDIA" von 1894 und hat seinen Sitz in Mitterteich. Derselbe kann niemals in einen anderen Verein umgewandelt werden. Er wurde gegr√ľndet am 28. April 1894.

2. Zweck des Vereins

§2

1. Kameradschaftliche Vereinigung zu gesellschaftlichen Unterhaltungen.

2. Hebung des sparsamen, b√ľrgerlichen Sinnes.

§3

Der Verein ist nicht politisch. Politik innerhalb des Vereins, bei Versammlungen oder sonstigen Veranstaltungen des Vereins, ist ausgeschlossen.

 

3. Rechtsform

§4

Der Verein ist ein nichtrechtsfähiger Verein im Sinne des BGB.

 

4. Mitglieder

§5

Der Verein besteht aus:

1. aktiven Mitgliedern

2. passiven Mitgliedern

3. Ehrenmitgliedern

4. fördernden Mitgliedern

 

§6

Aktives

Mitglied kann jeder junge Mann werden, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, sich eines unbescholtenen Rufes erfreut und den Zweck des Vereins redlich und entschieden anzustreben gewillt ist.

§7

Passives Mitglied wird dasjenige aktive Mitglied, welches in den ehelichen Stand √ľbertritt.

§8

Zu Ehrenmitgliedern können solche Personen durch den Beschluss der Vorstandschaft ernannt werden, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben.
Zum Ehrenvorstand kann ernannt werden, wer dem Verein 25 Jahre ununterbrochen angehört hat und während der aktiven Mitgliedschaft einmal Vorstand des Vereins war. Die Ernennung wird durch Beschluss der Generalversammlung vorgenommen.

§9

Die Aufnahme von Mitgliedern erfolgt durch die Vorstandschaft.
Die Aufnahme erfolgt durch die einfache Mehrheit der Vorstandschaft. Das aufzunehmende Mitglied hat sich beim Vorstand oder einem Mitglied der Vorstandschaft persönlich oder schriftlich anzumelden.

§10

Beim √úbertritt eines aktiven zum passiven Mitglied bedarf es keiner Beschlussfassung, sondern erfolgt der √úbertritt Kraft der Satzung.

§11

Der j√§hrliche Mitgliedsbeitrag ist z. Zt. Auf ‚ā¨ 10.00 festgelegt, und kann nur in der Generalversammlung ge√§ndert werden.

§12

Von der Beitragszahlung sind befreit:

1.Ehrenmitglieder

2. Solche Mitglieder, welche sich in einer wirtschaftlichen Notlage befinden. Die wirtschaftliche
Notlage muss von der Vorstandschaft anerkannt werden.

3. Solche Mitglieder, die 50 Jahre ununterbrochen dem Verein angehören.

§13

Die Mitgliedschaft erlischt durch freiwilligen Austritt oder durch Ausschluss.
Der Austritt ist jedem Mitglied gestattet. Der Austretende hat sich beim Vorstand abzumelden. Mit dem Austritt oder Ausschluss sind dem Mitglied alle Rechte und Pflichten des Vereins genommen.

§14

Der Ausschluss erfolgt:

1. wegen R√ľckstand eines Jahresbeitrages nach vorhergegangener mehrmaliger Aufforderung.

2. wegen unehrenhaftem Betragen innerhalb und außerhalb des Vereins,

3.wegen Nichtbeachten der Statuten, vereinswidrigem und unkameradschaftlichem Verhalten,

Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss der Vorstandschaft.

Das betreffende Mitglied wird von der Ausschließung unter Mitteilung des Grundes schriftlich in Kenntnis gesetzt.

§15

Ausgeschlossene Mitglieder k√∂nnen erst nach einem Jahr um Wiederaufnahme in den Verein nachsuchen. Die Vorstandschaft hat genau zu pr√ľfen, ob die Gr√ľnde, welche den seinerzeitigen Ausschluss notwendig machten, nunmehr weggefallen sind.
Ausgeschlossene Mitglieder, welche gegen den Verein gearbeitet haben, können niemals mehr aufgenommen werden.

 

5. Verwaltung des Vereins

§16

Die Angelegenheiten des Vereins werden durch den Vorstand, die Vorstandschaft, die Monatsversammlung und die Generalversammlung verwaltet.

 

A. Vorstandschaft

§17

Die Vorstandschaft besteht aus:

a)dem Vorstand und seinem Stellvertreter

b) dem Kassier und dessen Stellvertreter

c) dem Schriftf√ľhrer und dessen Stellvertreter

d) vier weiteren Vorstandsmitglieder, dem Fahnenjunker und den Festleitern

e) vier passiven Mitgliedern mit Stimmrecht.

Die Vorstandschaft besteht in aller Regel aus aktiven Mitgliedern. Siehe (a-d). Stehen solche bei der Wahl nicht zur Verf√ľgung, k√∂nnen Ausnahmsweise auch passive Mitglieder f√ľr diese √Ąmter gew√§hlt werden. Die Wahl des ersten Vorstandes kann nur in geheimer Wahl erfolgen. Er darf von jedem anwesenden Mitglied gew√§hlt werden. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden ebenfalls in geheimer Wahl und von allen anwesenden Mitgliedern gew√§hlt, es sei denn, die Generalversammlung beschlie√üt durch Mehrheit die Wahl per Akklamation.
Scheiden w√§hrend des Jahres der 1. Vorstand, der 1. Kassier oder der 1. Schriftf√ľhrer aus. So f√ľhren die jeweiligen Stellvertreter das Amt bis zur n√§chsten ordentlichen Generalversammlung weiter.

Scheiden weitere Vorstandsmitglieder aus, so kann jeweils in der n√§chsten Monatsversammlung eine Ersatzwahl durchgef√ľhrt.
Gew√§hlt sind diejenigen, welche die meisten Stimmen erhalten. Stimmzettel, welche den Vorgeschlagenen nicht deutlich bezeichnen oder welche noch anderen Inhalt als die Personenbezeichnung haben, sind ung√ľltig. Unter denjenigen, welche gleiche Stimmenzahl erhalten, erfolgt eine Stichwahl. S√§mtliche Gew√§hlte haben das ihnen √ľbertragene Amt bis zur n√§chsten ordentlichen Generalversammlung zu verwalten.
Sie können wieder gewählt werden.

 

Befugnisse der Verwaltung

§18

1. Der 1. Vorstand, sein Stellvertreter, der 1. Kassierer und sein Stellvertreter sind einzeln verf√ľgungsberechtigt. Sie haben bei Ausgaben √ľber 1500 ‚ā¨ in der n√§chsten Vorstandssitzung zu berichten.

 

2. Die Vorstandschaft wird bei Ausgaben √ľber 3000 ‚ā¨ in einer au√üerordentliche Mitgliederversammlung oder der Generalversammlung berichten.

 

Geschäftsordnung der Vorstandschaft

§19

Die Mitglieder der Vorstandschaft f√ľhren ihr Amt als Ehrenamt unentgeltlich.

§20

 

Die Vorstandschaft ist beschlussf√§hig, wenn die H√§lfte ihrer Mitglieder anwesend ist. Die Vorstandschaft fasst ihre Beschl√ľsse mit Stimmenmehrheit denn der Sitzung Anwesenden. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandes.

§21

Nach Bedarf soll eine ordentliche Vorstandsitzung stattfinden. Zeit und Ort wird durch den Vorstand bestimmt. Der Vorstand ist befugt, außerordentliche Sitzungen einzuberufen. Er ist verpflichtet, innerhalb einer Woche eine solche abzuhalten, wenn dies von 3 Vorstandsmitgliedern unter

Angabe der Verhandlungsgrunde schriftlich beantragt wird. Zu "allen" Sitzungen werden die Vorstandsmitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung mindestens 24 Stunden vorher eingeladen.

 

B. Monatsversammlung

§22

Die Monatsversammlung findet alle Monate statt und wird in der Presse und durch Anschlag bekanntgegeben. Sie dient zum gesellschaftlichen Zusammenhalten. In derselben kann auch √ľber Antr√§ge von Mitgliedern entschieden werden, soweit die Beschlussfassung √ľber diese Antr√§ge nicht der Generalversammlung obliegt. Die satzungsgem√§√ü eingeladene Monatsversammlung fasst ihre Beschl√ľsse mit einfacher Mehrheit.

 

C. Generalversammlung

§23

In der Generalversammlung sind alle anwesenden Mitglieder stimm- und wahlberechtigt. Wählbar ist ein Mitglied nur dann, wenn es mindestens seit einem halben Jahr ununterbrochen dem Verein angehört.

 

Geschäftsordnung der Generalversammlung

§24

Die Generalversammlung wird in der Regel allj√§hrlich im September abgehalten. Am Tage der Generalversammlung findet ein feierliches Amt f√ľr die verstorbenen und gefallenen Vereinsmitglieder statt.

Zweck der Generalversammlung ist:

1. Bericht des Vorstandes √ľber Stand und Wirksamkeit des Vereins,

2. Bericht des Kassiers und Pr√ľfung der Jahresrechnung,

3. Neuwahl der Vorstandschaft,

4. Wahl von zwei Kassenrevisoren,

5. Beschlussfassung √ľber die der Generalversammlung auf Grund der Satzung zugewiesenen Angelegenheiten.

Die Generalversammlung beschließt mit Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Zur Generalversammlung werden alle Mitglieder schriftlich unter Angabe der Tagesordnung eingeladen.

 

§25

Außerordentliche Generalversammlung findet statt:

1. wenn der Vorstand eine solche einberuft,

2. wenn es die Vorstandschaft beschließt,

3. wenn mindestens 1/5 der Mitglieder unterschriftlich die Einberufung beantragt. Die Verhandlungspunkte m√ľssen aus dem Antrag ersichtlich sein.

 

6. Besondere Bestimmungen

§26

Zur Pflege der Geselligkeit können Gesellschaftstage und sonstige gesellschaftliche Veranstaltungen abgehalten werden. Zeit und Ort dieser Veranstaltungen werden jeweils rechtzeitig bekanntgegeben.

§27

1. Jedes aktive Mitglied erh√§lt bei seiner Verehelichung ein St√§ndchen, wenn sich dieser mindestens 4 Wochen vorher beim Vorstand meldet und dieses in Mitterteich oder in unmittelbarer Umgebung abgehalten werden kann. Kann aus zwingenden Gr√ľnden (ausw√§rtige Verehelichung, Todesfall in der Familie, Katastrophenwetter) das St√§ndchen nicht stattfinden, wird ein Hochzeitsgeschenk in entsprechendem Wert √ľberreicht.

2. Stirbt ein Mitglied, so wird ihm durch letztes Geleit, einen Kranz und Trauermusik die letzte Ehre erwiesen. Bei Sterbefall eines Fördernden Mitglieds in unmittelbarer Nähe entscheidet die Vorstandschaft.

§28

1. Der Verein besteht, solange noch 3 Mitglieder vorhanden sind.

2. Bei etwaiger Aufl√∂sung des Vereins wird das vorhandene Vereinsverm√∂gen an die Stadt Mitterteich mit dem Vorbehalt abgeliefert, dass es einem etwa entstehenden Burschenverein Concordia 1894, der die gleichen Ziele verfolgt, zur√ľckzugeben ist.

3. Gegenwärtiger Paragraph kann niemals, auch nicht durch einstimmigen Generalversammlungsbeschluss umgestoßen werden, sondern nur, wenn jedes Mitglied gegen Unterschrift sein Einverständnis gegeben hat oder nur 2 von allen Mitgliedern diese Unterschrift verweigern.

Dies ist Wille der seinerzeitigen Gr√ľndungsmitglieder.*)

 

§29

Die Statutenänderung kann nur in einer Generalversammlung vorgenommen werden.

§30

Mit dem Inkrafttreten dieser Satzung tritt die Satzung vom 16. September 1995 mit allen ihren √Ąnderungen au√üer Kraft.

§31

Gegenwärtige Satzung wurde beschlossen in der Generalversammlung vom 13. September 2014, sie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.


*)Dieser Paragraph (¬ß28) wurde unver√§ndert aus der alten Satzung vom 20. Februar 1921 √ľbernommen.
 

Burschenlied
0 alte Burschenherrlichkeit,
wohin bis du entschwunden?
Nie kehrst du wieder, goldne Zeit,
so froh und ungebunden!
Vergebens sp√ľhre ich umher,
ich finde deine Spur nicht mehr,
0 jerum, jerum, jerum. o qux mutatio rerum!
Allein das rechte Burschenherz
kann nimmermehr erkalten;
im Ernste wird, wie hier im Scherz,
der rechte Sinn stets walten;
die alte Schale nur ist fern,
geblieben ist uns doch der Kern,
./. und den lasst fest uns halten.
Drum, Freunde, reichet euch die Hand,
damit es sich erneue,
der alten Freundschaft heiliges Band,
das alte Band der Treue,
Stoßt an und hebt die Gläser hoch,
die alten Burschen leben noch,
./. noch lebt die alte Treue.